Diese Frage beinhaltet zunächst ein Konzept, nämlich die Beziehung und den Unterschied zwischen kVA und kW.
KVA (Kilovoltampere) ist die Einheit der Scheinleistung, KW (Kilowatt) die Einheit der Wirkleistung. Neben Schein- und Wirkleistung gibt es auch Blindleistung, deren Einheit Kvar (Kilovar) ist.
Worin besteht der Unterschied zwischen Wirkleistung, Blindleistung und Scheinleistung?
Die Wirkleistung ist die tatsächlich von elektrischen Geräten verbrauchte Leistung, das heißt, elektrische Energie wird in andere Energieformen umgewandelt.
Beispielsweise handelt es sich bei den täglich von jedem bezahlten Stromrechnungen um Wirkstrom;
Blindleistung bedeutet, dass manche Geräte nicht tatsächlich Strom verbrauchen, sondern nur einen Teil des Stroms vorübergehend speichern.
Befindet sich beispielsweise in einem elektrischen Gerät ein Kondensator oder eine Spule, so befindet sich dieser/diese im Betrieb ständig im Lade- und Entladezustand. Da der Kondensator/die Spule diesen Lade- und Entladevorgang durchläuft, verbraucht er/sie selbst keine elektrische Energie. Dieser Anteil der Leistung wird daher als Blindleistung bezeichnet.
Die Scheinleistung bezeichnet die vom Netzteil bereitgestellte Gesamtleistung.
Neben der Bereitstellung von Wirkleistung für elektrische Geräte muss das Netzteil (in der Regel ein Transformator oder Generator) auch Blindleistung bereitstellen. Der Grund dafür ist einfach: Obwohl der Kondensator im Gerät selbst keine Leistung verbraucht, wird er ständig geladen und entladen und benötigt daher ebenfalls einen Teil der Kapazität des Netzteils.
Nachdem wir diese Punkte geklärt haben, betrachten wir nun den Zusammenhang zwischen ihnen, der ein weiteres Konzept berührt – den Leistungsfaktor. Wie viel Wirkleistung ein Netzteil liefern kann, hängt vom Leistungsfaktor ab.
【Leistungsfaktor】

Der Leistungsfaktor bezeichnet das Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung und wird im Allgemeinen als cosφ ausgedrückt.

Ein 1000-kVA-Transformator kann beispielsweise 600 kW Wirkleistung abgeben, wenn der Leistungsfaktor cosφ = 0,6 beträgt; bei einem Leistungsfaktor cosφ = 0,9 beträgt die Wirkleistung jedoch 900 kW.
Wenn 1 kWh Strom 1 Yuan entspricht, kann der Transformator bei einem Leistungsfaktor von 0,6 einen wirtschaftlichen Nutzen von 600 Yuan/Stunde generieren; bei einem Leistungsfaktor von 0,9 sind es 900 Yuan/Stunde. Die Rolle des Leistungsfaktors ist jedoch weitaus komplexer und spielt eine viel größere Rolle, weshalb ich sie hier nicht weiter ausführen werde.

【Analyse dieses Themas】
Auf dieser Grundlage lässt sich das Thema leicht erklären.
Die Kapazitätseinheit des Transformators ist kVA (Kilovoltampere), die Leistungseinheit der elektrischen Geräte ist kW (Kilowatt). Nur bei einem Leistungsfaktor von 1 kann die Ausgangsleistung von 1000 kW voll ausgelastet werden, was in der Praxis jedoch praktisch unmöglich ist.
Bei der Auslegung muss eine gewisse Reserve eingeplant werden, die üblicherweise anhand einer Konformitätsrate von 90 % berechnet wird. Dies ist wirtschaftlicher und sinnvoller, d. h. 1000 × 0,9 = 900 kVA. Durch Kompensation des Leistungsfaktors auf 0,95 und höher kann der Transformator eine Wirkleistung von 900 × 0,95 = 855 kW abgeben.
Hinweis: Das Energieversorgungsunternehmen verlangt, dass der Leistungsfaktor über 0,9 liegt, andernfalls drohen Strafzahlungen; der Leistungsfaktor darf jedoch nicht über 1 liegen, da sonst die Systemspannung ansteigt und den normalen Betrieb des Systems beeinträchtigt.
Der Titel besagt, dass der 1000-kVA-Transformator ursprünglich eine 200-kW-Anlage mit Strom versorgte und nun eine weitere 600-kW-Anlage hinzugefügt wurde. Die gesamte Wirkleistung der Anlage beträgt nun 800 kW, was den berechneten Wert jedoch nicht überschreitet.
Der 1000-kVA-Transformator versorgte ursprünglich eine 200-kW-Anlage mit Strom, nun kommt eine weitere 600-kW-Anlage hinzu. Solange der Leistungsfaktor auf den erforderlichen Wert angehoben werden kann, ist ein sicherer Betrieb des Transformators über einen längeren Zeitraum gewährleistet.