1. Welche Konsequenzen haben unterschiedliche Anschlussgruppen für den Parallelbetrieb von Transformatoren?
Antwort: Werden Transformatoren unterschiedlicher Anschlussgruppen parallel betrieben, entsteht im Sekundärkreis aufgrund der unterschiedlichen Sekundärspannungen der Transformatoren eine Spannungsdifferenz ΔU₂, da die gesamte Phasenverschiebung in der Transformatorschaltung ein Vielfaches von 30° beträgt. Der Wert von U₂ ist daher groß. Beträgt die Phasenverschiebung der Sekundärseite des parallelgeschalteten Transformators 30°, so entspricht der Wert von U₂ 51,76 % der Nennspannung. Ist die Kurzschlussspannung U<sub>k</sub> des Transformators 5,5 %, kann der Ausgleichsstrom das 4,7-Fache des Nennstroms erreichen, was den Transformator zerstören kann.
Eine große Phasenverschiebung erzeugt einen hohen Ausgleichsstrom, der nicht zulässig ist. Daher dürfen Transformatoren unterschiedlicher Gruppen nicht parallel betrieben werden.