Um im täglichen Betrieb eines Transformators Kurzschlussunfälle zu beheben, ist es notwendig, die Ursache des Problems durch Inspektion und Prüfung zu ermitteln. Bei einem plötzlichen Kurzschluss fließen auf der Hoch- und Niederspannungsseite hohe Kurzschlussströme. In der kurzen Zeitspanne, in der der Leistungsschalter nicht auslösen kann, wirkt die durch den Kurzschlussstrom erzeugte elektrische Kraft, die proportional zum Quadrat des Stroms ist, auf die Transformatorwicklung. Diese elektrische Kraft lässt sich in eine Radialkraft und eine Axialkraft unterteilen. Im Kurzschlussfall bewirkt die auf die Wicklung wirkende Radialkraft, dass die Hochspannungswicklung Zugkräften und die Niederspannungswicklung Druckkräften ausgesetzt ist. Da die Wicklung kreisförmig ist, verformt sich ein kreisförmiges Objekt unter Druck leichter als unter Zugkräften, weshalb die Niederspannungswicklung stärker verformt wird. Die bei einem plötzlichen Kurzschluss entstehende Axialkraft komprimiert die Wicklung und verursacht eine axiale Verschiebung der Hoch- und Niederspannungswicklungen. Die Axialkraft wirkt auch auf den Eisenkern und die Klemmen. Wenn ein Transformator einen plötzlichen Kurzschluss erleidet, werden daher höchstwahrscheinlich die Niederspannungswicklung und die Ausgleichswicklung beschädigt, gefolgt von der Hochspannungswicklung, dem Eisenkern und der Klemme. Neben der Überprüfung der Hauptwicklungen, Eisenkerne, Klemmen und anderer Teile nach einem Kurzschluss sollten während der Handhabung auch folgende damit zusammenhängende Probleme beachtet werden: